Spekulatius

Im letzten Jahr habe ich mich ja bereits an Lebkuchen versucht. Somit sind die in diesem Jahr kein Problem.
Aber in die Weihnachtszeit gehörten hier früher auch Spekulatius.

Die müssen doch auch machbar sein?

Bereits im Sommer war klar, dass ich sie gerne nachbauen wollte.
Also habe ich mich ein wenig umgesehen und fand heraus, dass es spezielle Formen für Spekulatius gibt.

Jetzt natürlich auch schon aus Silikon aber früher hat man dafür sogenannte Spekulatiusmodel verwendet. Das ist ein Holzbrett, in das verschiedenste Figuren eingeschnitzt sind.

Eine solche Form wollte ich eigentlich haben.. nur bekommt man diese meist nur gebraucht ( teuer ) und dann war mit Sicherheit schon mal Weizenmehl drin.

Hm.. ich hatte mich also schon damit abgefunden, eine Silikonform kaufen zu müssen, als mir gestern zufällig ein nie benutztes Holzmodel in die Hände fiel.
Nie benutzt hing die Form so jahrelang als Deko in einer Küche an der Wand und ich durfte sie haben!

Meine Freude war riesig.

Gestern Abend wurde sie also gründlich gereinigt und nach dem Trocknen mit etwas Speiseöl eingefettet. Über Nacht durfte das Öl gut einziehen und heute habe ich damit die allerersten selbstgemachten Spekulatius gebacken.

Großartig – ich freu  mich über diese tolle Form und mein Sohn sich über die ersten Spekulatius seit 2 Jahren!

Spekulatius
 
Rezept für glutenfreie Spekulatius

200g Margarine
2 Eier
120g Zucker
80g brauner Rohrzucker
2,5 TL Spekulatiusgewürz
¼ – ½ TL Zimt
¼ – ½ TL Kardamom
1 -2 TL Vanilleextrakt
400 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 – 2 Prisen Salz
ggf. 2- 3 EL Milch ( laktosefrei )

Zubereitung:
Margarine, Eier und Zucker schaumig aufschlagen, dann die Gewürze und das Vanilleextrakt hinzugeben und unterrühren. Das Xanthan gut mit dem Mehl mischen, das Salz dazu geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Sollte der Teig an dieser Stelle noch immer etwas zu fest sein, einfach ein wenig Milch hinzugeben und zu einem nicht ganz zu weichen aber geschmeidigen Teig verkneten.

Dieser Teig muss nun für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank – dafür am besten in Frischhaltefolie einwickeln.

Nach der Kühlzeit kann endlich Spekulatius gebacken werden.

Hierfür den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit ein wenig Mehl durchkneten.

Den Backofen ( je nach Ofen ) auf ca. 160 ° Umluft vorheizen.

Hat man dann so ein tolles Spekulatiusholzmodel wie das, was ich hier verwendet habe, wird dieses gut mit Mehl eingestäubt ( geht am besten mit einem kleinen Sieb ). Das überflüssige Mehl ausklopfen und den Teig einfüllen, in die Formen drücken und den überschüssigen Teig mit einem Draht oder einer Teigkarte abstreifen. Anschließend noch ein bisschen in Form drücken und ganz leicht bemehlen. Dann können die einzelnen Spekulatius schon aus dem Model geklopft und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt werden.

Das Ganze bedarf etwas Übung aber dafür wird das Ergebnis wirklich toll.

Hat man keine Form zur Hand, kann man den Teig auch von Hand in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden. Dafür den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Natürlich kann man den Teig auch mit ganz normalen Plätzchenformen ausstechen.

Nun kommen die Spekulatius für ca. 9- 10 Minuten in den Backofen.

Anschließend auf dem Backblech etwas abkühlen lassen und auf ein Kuchenrost umsetzen.

Guten Appetit!
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