Cookie trifft Müsli

Kennt ihr sie auch?

… diese handflächengroßen Cookies, die in verschiedensten Varianten ganz verführerisch in den Cafés unter Glasglocken liegen und nur darauf warten, endlich genüsslich verspeist zu werden?

Hach, in der letzten Zeit begegneten sie mir immer öfter und so habe ich kurzerhand beschlossen blieb mir gar keine andere Wahl, sie selbst zu backen.

Aber nicht nur als klassischen Cookie sondern mit einem kleinen Anteil Cerealien und dunkler Schokolade.

Cookies

 

Rezept für die Cookies

220 g brauner Zucker
200 g Zucker
60 g Zuckerrüben- oder Karamellsirup
300 g weiche Margarine
3 Eier
600 g  Reismehl
1,5 TL Xanthan
1,5 – 2 Tl Natron
Vanillearoma
1 TL Salz
200 g Schokolade
6 EL Reisflakes
2- 3 EL Reis, gepufft
50 g Amaranth, gepufft

Sicherlich kann man hier auch noch getrocknete Früchte oder andere Dinge wie Mandeln etc hinzugeben – eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Zubereitung

Die Schokolade in kleine aber nicht zu kleine Stücke hacken und beiseite stellen.
Die Margarine zusammen mit dem Zucker, dem Sirup und den Eiern mit der Küchenmaschine oder dem Handgerührgerät schaumig aufschlagen.
Nun Reismehl, Xanthan, Natron, Salz und Vanillearoma hinzugeben und verkneten.
Anschliessend Schokolade, Amaranth, Reisflakes und den gepufften Reis hinzugeben und gut in der Masse verteilen.
Etwas mürber im Biss werden die Cookies, wenn man sie nach dem Mischen des Teiges über Nacht abgedeckt im Kühlschrank ruhen lässt.
Man kann sie aber auch sofort backen.
Dafür mit einem Eisportionierer Teig abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und die Teigkugeln platt auf ca. 1 cm Stärke drücken.Der Teig läuft nur ein bisschen auseinander.
Nun kommen sie in den Backofen. Ich backe sie bei ca. 150° C Umluft. Nach ca. 10- 13 Minuten sind sie bei mir fertig aber es liegt am Verhalten eines jeden Backofens wie lange, sie wirklich brauchen.  Nach dem Backen lasse ich sie kurz auf dem Bleck abkühlen und gebe sie dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Kuchenrost ( übrigens sind sie fertig, wenn sie sich nach dem Backen ganz leicht vom Papier lösen lassen – geht das noch nicht, schiebt das Blech einfach noch mal kurz in den Backofen )

 

Lebkuchen

Bereits im letzten Jahr habe ich nach einiger Testerei ein für uns echt tolles Lebkuchenrezept kreiert.

Schon da war die Freude bei unserem Sohn groß – hat er doch früher die mit Schokolade überzogenen Lebkuchen, vor allem die Sterne, Herzen und Brezeln, geliebt.

Er sagt, unser Rezept kann mit denen aus dem Laden locker mithalten.

Natürlich haben wir auch dieses Jahr das Rezept wieder hervorgeholt und Lebkuchen gebacken.

Im vergangenen Jahr habe ich direkt ein ganzes Backblech mit dem Teig bestrichen und den Lebkuchen als große Platte gebacken.

Anschließend hatten wir Lebkuchenmännchen ausgestochen oder einfach Würfel geschnitten – mit Schokolade glasiert und ein bisschen verziert – lecker.

Dieses Jahr habe ich den Teig nach unserem Rezept hergestellt, mit einem Teelöffel eine kleine Menge Teig abgestochen und mit feuchten Händen kleine Kugeln gedreht.

Diese kamen auf ein mit Backpapier ausgelegtes und zusätzlich ganz leicht bemehltes Backblech und wurden dort noch ein kleines bisschen flach gedrückt.

Nun haben wir kleine Lebkuchen, die auch im Vergleich zum Vorjahr nicht so schnell austrocknen.

Mit Schokolade glasiert und in einer mit Butterbrotpapier ausgelegten Dose werden sie also ein bisschen länger saftig und frisch bleiben…

Vorausgesetzt, die hier lebenden Menschen führen nicht immer wieder „Qualitätskontrollen“ durch… *lach*

Lebkuchen 2015
 
Hier noch ein Foto aus dem letzten Jahr

Lebkuchen HP
 
Rezept für Lebkuchen

Teig:
125g Zuckerrübensirup
100g Karamellsirup
125 g Zucker
125 g brauner Zucker
100 g Margarine
50g Backkakao
2 Eier
1 EL Rum  – alternativ ein paar Tropfen Rumaroma
70 – 100 ml Milch, laktosefrei
Zitronenschale einer halben Zitrone
1,5 EL Zimt
1 gestr. TL Muskatblüte
1-2 Msp. Kardamom
1 – 1,5 gestr. EL Lebkuchengewürz
1 TL Natron
½  TL Hirschhornsalz
1 Spritzer Zitronensaft
500 g Reismehl
5 – 7 g Xanthan

Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf das Xanthan und das Mehl gut mit einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine verrühren. Anschließend das Mehl und das Xanthan abwiegen und gut vermengen und in 2 Teilen zu der restlichen Menge geben. Diesen Teig für ca. 3 Minuten gut verrühren.

Die Masse ( sehr klebrig! ) entweder komplett auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und backen ( diese Variante braucht im Backofen ca. 15 Minuten bei 150° – 160° Grad Umluft ) oder mit nassen Händen beliebig große Kugeln oder Taler formen und diese dann auf ein mit Backpapier belegtes und zusätzlich leicht bemehltes Blech setzen. Den Teig für ca. 10 – 12 Minuten bei ca. 150° – 160° Grad Umluft backen. Die fertigen Lebkuchen ca. 2 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann mit einem scharfen, flachen Messer vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Die Lebkuchen können nun noch beliebig mit einem Zuckerguss oder Schokolade überzogen werden.
Aber auch ohne Glasur sind sie echt lecker.

 

Spekulatius

Im letzten Jahr habe ich mich ja bereits an Lebkuchen versucht. Somit sind die in diesem Jahr kein Problem.
Aber in die Weihnachtszeit gehörten hier früher auch Spekulatius.

Die müssen doch auch machbar sein?

Bereits im Sommer war klar, dass ich sie gerne nachbauen wollte.
Also habe ich mich ein wenig umgesehen und fand heraus, dass es spezielle Formen für Spekulatius gibt.

Jetzt natürlich auch schon aus Silikon aber früher hat man dafür sogenannte Spekulatiusmodel verwendet. Das ist ein Holzbrett, in das verschiedenste Figuren eingeschnitzt sind.

Eine solche Form wollte ich eigentlich haben.. nur bekommt man diese meist nur gebraucht ( teuer ) und dann war mit Sicherheit schon mal Weizenmehl drin.

Hm.. ich hatte mich also schon damit abgefunden, eine Silikonform kaufen zu müssen, als mir gestern zufällig ein nie benutztes Holzmodel in die Hände fiel.
Nie benutzt hing die Form so jahrelang als Deko in einer Küche an der Wand und ich durfte sie haben!

Meine Freude war riesig.

Gestern Abend wurde sie also gründlich gereinigt und nach dem Trocknen mit etwas Speiseöl eingefettet. Über Nacht durfte das Öl gut einziehen und heute habe ich damit die allerersten selbstgemachten Spekulatius gebacken.

Großartig – ich freu  mich über diese tolle Form und mein Sohn sich über die ersten Spekulatius seit 2 Jahren!

Spekulatius
 
Rezept für glutenfreie Spekulatius

200g Margarine
2 Eier
120g Zucker
80g brauner Rohrzucker
2,5 TL Spekulatiusgewürz
¼ – ½ TL Zimt
¼ – ½ TL Kardamom
1 -2 TL Vanilleextrakt
400 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 – 2 Prisen Salz
ggf. 2- 3 EL Milch ( laktosefrei )

Zubereitung:
Margarine, Eier und Zucker schaumig aufschlagen, dann die Gewürze und das Vanilleextrakt hinzugeben und unterrühren. Das Xanthan gut mit dem Mehl mischen, das Salz dazu geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Sollte der Teig an dieser Stelle noch immer etwas zu fest sein, einfach ein wenig Milch hinzugeben und zu einem nicht ganz zu weichen aber geschmeidigen Teig verkneten.

Dieser Teig muss nun für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank – dafür am besten in Frischhaltefolie einwickeln.

Nach der Kühlzeit kann endlich Spekulatius gebacken werden.

Hierfür den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit ein wenig Mehl durchkneten.

Den Backofen ( je nach Ofen ) auf ca. 160 ° Umluft vorheizen.

Hat man dann so ein tolles Spekulatiusholzmodel wie das, was ich hier verwendet habe, wird dieses gut mit Mehl eingestäubt ( geht am besten mit einem kleinen Sieb ). Das überflüssige Mehl ausklopfen und den Teig einfüllen, in die Formen drücken und den überschüssigen Teig mit einem Draht oder einer Teigkarte abstreifen. Anschließend noch ein bisschen in Form drücken und ganz leicht bemehlen. Dann können die einzelnen Spekulatius schon aus dem Model geklopft und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt werden.

Das Ganze bedarf etwas Übung aber dafür wird das Ergebnis wirklich toll.

Hat man keine Form zur Hand, kann man den Teig auch von Hand in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden. Dafür den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Natürlich kann man den Teig auch mit ganz normalen Plätzchenformen ausstechen.

Nun kommen die Spekulatius für ca. 9- 10 Minuten in den Backofen.

Anschließend auf dem Backblech etwas abkühlen lassen und auf ein Kuchenrost umsetzen.

Guten Appetit!
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