Tartelettes mit frischem Apfelkompott & Karamellsauce auf einer Cheesecakecreme

Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass Äpfel bislang zu den Obstsorten gehörte, die hier tabu waren.

Nun durften wir endlich mal wieder testen, ob sie inzwischen nicht vielleicht doch wieder vertragen werden.

Es gibt ja glücklicherweise immer noch ein paar alte Apfelsorten wie z.B. „Topaz“, die unter Umständen auch von Allergikern ganz gut vertragen werden können.

Diese Apfelsorte bekommt man nur im Herbst und wir sind von Obsthof zu Bioladen zum nächsten Laden gefahren, um endlich fündig zu werden.

Es durften genau 2 Äpfel dieser Sorte mit nach Hause.

Nach intensivem aber auch vorsichtigem Testen war klar – Äpfel, zumindest diese bestimmte Sorte, gehen.

Die Freude war riesig!

Direkt am nächsten Tag sind wir wieder zurück in den Laden gefahren und haben gleich mal 4 Kilo *hust* Äpfel gekauft.

Ein Traum. Ein glücklicher Teenager, der fortan täglich genüsslich mindestens 2 Äpfel vertilgt und sie unfassbar lecker findet!

Toll!

Somit kann Apfel hier natürlich auch in jeder Form verarbeitet werden.

Und da der heutige Tag ja dank Zeitumstellung eine Stunde mehr zu bieten hat, konnte ich nicht anders. Ich musste einfach backen.

Heraus gekommen sind diese unverschämt leckeren Tartelettes mit frischem Apfelkompott, etwas Karamellsauce und Cheesecakecreme.

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Rezept Mürbeteig
350 – 360g Reismehl ( liegt an der Größe der Eier )
1 leicht gehäufter TL Xanthan
190 g kalte Butter (laktosefrei)
150 gZucker
1 gestrichener TL Natron
2 Eier

Ich lasse hier die Küchenmaschine für mich arbeiten und gebe alle Zutaten direkt zusammen in die Schüssel. Ist der Teig anfangs nur bröselig, wird er mit etwas mehr Knetzeit zu einem festen Teig. Nun wird er aus der Schüssel genommen, mit der Hand auf einer leicht bemehlten Unterlage noch einmal gut durchgeknetet und in 10 – 12 Portionen aufgeteilt. ( bei mir sind es 12 Portionen bei einer Tartelettformgröße von 10cm Durchmesser geworden )

Die Tartelettförmchen gut fetten und die Teigportionen darin verteilen. Um oben eine schöne Kante zu bekommen, kann man den Teig oben einfach mit einem scharfen Messer ringsherum abschneiden und ihn leicht in Form drücken. Nun den Teigboden ein paar Mal mit einer Gabel einstechen und für ca. 30 Minuten kühl/ kalt stellen.

In der Zwischenzeit kann der Backofen vorgeheizt werden. Ich backe mit einer recht geringen Gradzahl, in dem Fall bei ca. 150° Umluft, bekomme damit aber die besseren Ergebnisse.

Ist die Kühlzeit beendet, werden die Tartelettes für die ersten 10 Minuten blind gebacken.
Normalerweise nimmt man hier etwas Backpapier, belegt die Tarteletts damit und füllt auf dieses Backpapier Hülsenfrüchte. Da Hülsenfrüchte in unserem Haushalt aber nicht gehen, habe ich kurzerhand Reis genommen. Der kann die hohen Temperaturen auch gut haben und erfüllt seinen Zweck.

Nach 10 minütigem Blind-Backen kommen die Tartelettes kurz aus dem Ofen um das Backpapier und den Reis zu entfernen. Anschließend dürfen sich sich noch einmal für weitere 10 Minuten in den Ofen begeben und gleichmäßig leicht braun und knusprig werden.

Die Formen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form nehmen.

Während die Tartelettes im Ofen sind, können das Kompott und die Cheesecakecreme vorbereitet werden.

Apfelkompott:
3 große Äpfel
3 EL brauner Zucker ( je nach Bedarf und Süße der Äpfel )
etwas Zitronensaft
1 EL Butter

Für das Kompott 3 große Äpfel waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Alles in einen kleinen Topf geben und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Je nach Süße des Apfels 3 EL braunen Zucker dazugeben und das Ganz gut verrühren. Nach wenigen Minuten hat die Masse etwas Saft gezogen und kann aufgekocht werden. In unserem Fall waren die Apfelstücke innerhalb weniger Minuten ganz weich und konnten vom Herd genommen werden. Den Saft vom Kochen auffangen und erneut mit viel Hitze aufkochen. Hierbei entsteht eine sirupartige Flüssigkeit. Zu dieser kommt nun noch einen EL Butter und kann noch etwas weiter eindicken. ( Achtung – unbedingt dabei bleiben und rühren! )

Cheesecakecreme:
200 g Butter, ( Zimmertemperatur )
300 g Doppelrahmfrischkäse, Zimmertemperatur
200 g Puderzucker

Zubereitung:
Die Butter cremig/ schaumig rühren, bis sie ganz hell wird. Den Puderzucker dazu sieben und glatt rühren. Anschließend den Frischkäse hinzufügen und mit der Butter ein paar Minuten aufschlagen. Ggf. kann die Masse noch einmal für ca. 15-20 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden.

Sind die Tartelettes vollständig abgekühlt, können sie befüllt werden. Hierzu etwas von der Cheesecakecreme auf den Tartelettes verteilen und je einen Esslöffel des Kompotts in die Mitte geben. Das Kompott anschließend mit etwas Karamellsauce beträufeln und servieren.

 

Zwiebelkuchen

Jede Jahreszeit hat ja so ihren ganz eigenen Charme.

Der Herbst natürlich auch.

Die Tage werden kürzer, das Laub an den Bäumen bunter und die Sonne versucht mit letzter Kraft noch einmal alles zu geben.

Hier bei uns im Haus wird es langsam gemütlicher, die Wolldecken und dicken Pullis kommen wieder aus dem Schrank und so langsam steigt die Lust auf deftiges Essen und tolle, wärmende Suppen.

Und auf Zwiebelkuchen!

Zwiebelkuchen gehört für uns total mit zum Herbst.

Hier hatte ich, seit unser Haushalt nur noch Reismehl besitzt, immer viel Respekt vor dem Teig.

Aber dann zeigte sich, dass es sich lohnt, sich doch einfach mal zu trauen.

Heute gab es hier also endlich wieder mal Zwiebelkuchen satt.

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Rezept für Zwiebelkuchen

Teig:
(reicht für 2 Bleche mit relativ dünnem Boden wie auf dem Foto oder 1 Blech mit dickem Boden)

200 ml lauwarmes Wasser
1 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
500 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 TL Salz
230 ml Mineralwasser
3 – 4 EL Olivenöl

Die Hefe im lauwarmen Wasser zusammen mit etwas Zucker auflösen. Reismehl, Xanthan und Salz hinzufügen. Diese Zutaten langsam miteinander verrühren/ verkneten. Nach und nach das Mineralwasser hinzufügen bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Nun noch das Öl hinzugeben und so lange verkneten, bis das Öl untergearbeitet ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand hängen bleibt.
Anschließend den Teig auf eine leicht bemehlte Unterlage geben und mit bemehlten Händen gut durchkneten. Den Teig, je nach Bodendicke entweder auf einem Backblech ausrollen oder in zwei Portionen aufteilen und auf 2 Backblechen ausrollen. Das Blech/ die Bleche an einem warmen Ort eine Zeitlang gehen lassen bis der ausgerollte Teig anfängt, Blasen zu werfen.

In der Zwischenzeit kann die Zwiebelmasse zubereitet und der Backofen schon einmal auf 175° Umluft vorgeheizt werden.

Zwiebelkuchenfüllung:

300 g magere Schinkenwürfel
Ca. 800 – 1000 g Zwiebeln
200 g saure Sahne ( bei Bedarf laktosefrei )
200 g Schmand ( bei Bedarf laktosefrei )
2 Eier
Schnittlauch
200 g geriebener Emmentaler (natürlich gehen auch andere Käsesorten)
Salz
Pfeffer
optional Kümmel

Die Schinkenwürfel in etwas Butter oder Öl anbraten. Zwiebeln schälen und in nicht ganz feine Ringe schneiden. Sind die Schinkenwürfel angebraten, werden die Zwiebelringe dazu gegeben und glasig gedünstet. Die Zwiebel-Schinkenmasse nach Belieben mit Salz, Pfeffer und ggf. Kümmel abschmecken.
Saure Sahne, Schmand und Eier zu einer glatten Masse verrühren und zur Zwiebel-Schinken-Füllung geben. Gut vermischen. Der geriebene Käse kann nun entweder direkt zur Füllung gegeben werden oder oben darüber gestreut werden. In unserem Fall gebe ich den Käse immer direkt mit in die Füllung.

Nun die Zwiebel-Schinken-Füllung gleichmäßig auf das oder die Bleche verteilen und bei ca. 175° C (Umluft) für ca. 10 -15 Minuten in den Backofen schieben. Der Zwiebelkuchen ist fertig, wenn die Füllung goldbraun ist.

Den Zwiebelkuchen am besten direkt mit einem spritzigen Glas eiskaltem Federweißen oder einer Apfelschorle servieren und genießen!

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Spekulatius

Im letzten Jahr habe ich mich ja bereits an Lebkuchen versucht. Somit sind die in diesem Jahr kein Problem.
Aber in die Weihnachtszeit gehörten hier früher auch Spekulatius.

Die müssen doch auch machbar sein?

Bereits im Sommer war klar, dass ich sie gerne nachbauen wollte.
Also habe ich mich ein wenig umgesehen und fand heraus, dass es spezielle Formen für Spekulatius gibt.

Jetzt natürlich auch schon aus Silikon aber früher hat man dafür sogenannte Spekulatiusmodel verwendet. Das ist ein Holzbrett, in das verschiedenste Figuren eingeschnitzt sind.

Eine solche Form wollte ich eigentlich haben.. nur bekommt man diese meist nur gebraucht ( teuer ) und dann war mit Sicherheit schon mal Weizenmehl drin.

Hm.. ich hatte mich also schon damit abgefunden, eine Silikonform kaufen zu müssen, als mir gestern zufällig ein nie benutztes Holzmodel in die Hände fiel.
Nie benutzt hing die Form so jahrelang als Deko in einer Küche an der Wand und ich durfte sie haben!

Meine Freude war riesig.

Gestern Abend wurde sie also gründlich gereinigt und nach dem Trocknen mit etwas Speiseöl eingefettet. Über Nacht durfte das Öl gut einziehen und heute habe ich damit die allerersten selbstgemachten Spekulatius gebacken.

Großartig – ich freu  mich über diese tolle Form und mein Sohn sich über die ersten Spekulatius seit 2 Jahren!

Spekulatius
 
Rezept für glutenfreie Spekulatius

200g Margarine
2 Eier
120g Zucker
80g brauner Rohrzucker
2,5 TL Spekulatiusgewürz
¼ – ½ TL Zimt
¼ – ½ TL Kardamom
1 -2 TL Vanilleextrakt
400 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 – 2 Prisen Salz
ggf. 2- 3 EL Milch ( laktosefrei )

Zubereitung:
Margarine, Eier und Zucker schaumig aufschlagen, dann die Gewürze und das Vanilleextrakt hinzugeben und unterrühren. Das Xanthan gut mit dem Mehl mischen, das Salz dazu geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Sollte der Teig an dieser Stelle noch immer etwas zu fest sein, einfach ein wenig Milch hinzugeben und zu einem nicht ganz zu weichen aber geschmeidigen Teig verkneten.

Dieser Teig muss nun für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank – dafür am besten in Frischhaltefolie einwickeln.

Nach der Kühlzeit kann endlich Spekulatius gebacken werden.

Hierfür den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit ein wenig Mehl durchkneten.

Den Backofen ( je nach Ofen ) auf ca. 160 ° Umluft vorheizen.

Hat man dann so ein tolles Spekulatiusholzmodel wie das, was ich hier verwendet habe, wird dieses gut mit Mehl eingestäubt ( geht am besten mit einem kleinen Sieb ). Das überflüssige Mehl ausklopfen und den Teig einfüllen, in die Formen drücken und den überschüssigen Teig mit einem Draht oder einer Teigkarte abstreifen. Anschließend noch ein bisschen in Form drücken und ganz leicht bemehlen. Dann können die einzelnen Spekulatius schon aus dem Model geklopft und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt werden.

Das Ganze bedarf etwas Übung aber dafür wird das Ergebnis wirklich toll.

Hat man keine Form zur Hand, kann man den Teig auch von Hand in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden. Dafür den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Natürlich kann man den Teig auch mit ganz normalen Plätzchenformen ausstechen.

Nun kommen die Spekulatius für ca. 9- 10 Minuten in den Backofen.

Anschließend auf dem Backblech etwas abkühlen lassen und auf ein Kuchenrost umsetzen.

Guten Appetit!
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