Zwiebelkuchen

Jede Jahreszeit hat ja so ihren ganz eigenen Charme.

Der Herbst natürlich auch.

Die Tage werden kürzer, das Laub an den Bäumen bunter und die Sonne versucht mit letzter Kraft noch einmal alles zu geben.

Hier bei uns im Haus wird es langsam gemütlicher, die Wolldecken und dicken Pullis kommen wieder aus dem Schrank und so langsam steigt die Lust auf deftiges Essen und tolle, wärmende Suppen.

Und auf Zwiebelkuchen!

Zwiebelkuchen gehört für uns total mit zum Herbst.

Hier hatte ich, seit unser Haushalt nur noch Reismehl besitzt, immer viel Respekt vor dem Teig.

Aber dann zeigte sich, dass es sich lohnt, sich doch einfach mal zu trauen.

Heute gab es hier also endlich wieder mal Zwiebelkuchen satt.

zwiebelkuchen

 

Rezept für Zwiebelkuchen

Teig:
(reicht für 2 Bleche mit relativ dünnem Boden wie auf dem Foto oder 1 Blech mit dickem Boden)

200 ml lauwarmes Wasser
1 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
500 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 TL Salz
230 ml Mineralwasser
3 – 4 EL Olivenöl

Die Hefe im lauwarmen Wasser zusammen mit etwas Zucker auflösen. Reismehl, Xanthan und Salz hinzufügen. Diese Zutaten langsam miteinander verrühren/ verkneten. Nach und nach das Mineralwasser hinzufügen bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Nun noch das Öl hinzugeben und so lange verkneten, bis das Öl untergearbeitet ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand hängen bleibt.
Anschließend den Teig auf eine leicht bemehlte Unterlage geben und mit bemehlten Händen gut durchkneten. Den Teig, je nach Bodendicke entweder auf einem Backblech ausrollen oder in zwei Portionen aufteilen und auf 2 Backblechen ausrollen. Das Blech/ die Bleche an einem warmen Ort eine Zeitlang gehen lassen bis der ausgerollte Teig anfängt, Blasen zu werfen.

In der Zwischenzeit kann die Zwiebelmasse zubereitet und der Backofen schon einmal auf 175° Umluft vorgeheizt werden.

Zwiebelkuchenfüllung:

300 g magere Schinkenwürfel
Ca. 800 – 1000 g Zwiebeln
200 g saure Sahne ( bei Bedarf laktosefrei )
200 g Schmand ( bei Bedarf laktosefrei )
2 Eier
Schnittlauch
200 g geriebener Emmentaler (natürlich gehen auch andere Käsesorten)
Salz
Pfeffer
optional Kümmel

Die Schinkenwürfel in etwas Butter oder Öl anbraten. Zwiebeln schälen und in nicht ganz feine Ringe schneiden. Sind die Schinkenwürfel angebraten, werden die Zwiebelringe dazu gegeben und glasig gedünstet. Die Zwiebel-Schinkenmasse nach Belieben mit Salz, Pfeffer und ggf. Kümmel abschmecken.
Saure Sahne, Schmand und Eier zu einer glatten Masse verrühren und zur Zwiebel-Schinken-Füllung geben. Gut vermischen. Der geriebene Käse kann nun entweder direkt zur Füllung gegeben werden oder oben darüber gestreut werden. In unserem Fall gebe ich den Käse immer direkt mit in die Füllung.

Nun die Zwiebel-Schinken-Füllung gleichmäßig auf das oder die Bleche verteilen und bei ca. 175° C (Umluft) für ca. 10 -15 Minuten in den Backofen schieben. Der Zwiebelkuchen ist fertig, wenn die Füllung goldbraun ist.

Den Zwiebelkuchen am besten direkt mit einem spritzigen Glas eiskaltem Federweißen oder einer Apfelschorle servieren und genießen!

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Frische Spaghetti mit hausgemachtem, nussfreien Basilikumpesto

Allein die Überschrift ist für uns schon eine kleine Sensation.

Durch die Tatsache, dass unser Sohn „Getreideprodukte“ ausschließlich aus Reis und etwas Buchweizen essen darf, ist unsere Auswahl an gekauften Produkten, gerade in Sachen Nudeln etc. ziemlich eingeschränkt.

Er lebt nun schon ein paar Jahre mit diesen Einschränkungen, da ist es nur verständlich, dass er gewisse Dinge vermisst.

Nudeln waren hier schon lange ein Thema. Wir hatten eine Sorte gefunden, die schmeckte und noch halbwegs bezahlbar war aber inzwischen gefiel uns die Qualität nicht mehr.

Sie zerfielen beim erneuten Erwärmen/ Wiederaufbraten oder lösten sich förmlich in Reisbrei auf. Nicht lecker.. erst recht nicht in gewünschten Aufläufen.

Und es waren Nudeln in Penneform.

Keine heißgeliebten Spaghetti, keine Lasagneplatten…

Nachdem das Nudelthema hier also in den vergangenen Tagen und Wochen immer größer wurde, haben wir beschlossen nach einer Nudelmaschine Ausschau zu halten.

Und haben nach einigem Hin und Her eine tolle Maschine gefunden.

Die kann all das, was hier so gewünscht ist.. Spaghetti, Penne, Fettuccini und Lasagne und ist notfalls auch noch durch andere Matrizen erweiterbar.

Und alles ist sogar mit unseren glutenfreien Zutaten machbar.

Großartig!

Nudeln

Das hier war der erste Testlauf… sehr gelungen, wie wir finden 🙂

Somit war klar, dass es am Wochenende frische Pasta geben wird.

Frische Spaghetti mit einem hausgemachtem Basilikumpesto und Parmesan.

Zutaten

Da wir das Pesto auch nicht einfach im Supermarkt kaufen können, ( da sind immer Nüsse oder Kerne enthalten, die ja hier auch strikt verboten sind ) habe ich gestern selbst welches gemacht.

Super einfach und richtig lecker!

Basilikumpesto

40 g Buchweizenflocken ( hier gehen aber auch Haferflocken .. )
80 g Parmesan
ca. 50 – 60g frischen Basilikum
1 TL Meersalz
ca. 120 – 150 ml Olivenöl
(plus etwas Olivenöl zum Auffüllen)

Die Buchweizenflocken in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten. Das geht gut ohne die Zugabe von Fett/ Öl, gibt man später noch einen kleinen Schuß Öl dazu, bekommen die Flocken ein noch intensiveres Röstaroma.

Die Flocken in ein hohes Gefäß geben. Den Basilikum zupfen, waschen und etwas trocken tupfen, den Parmesan reiben und beides zu den Flocken in das Gefäß geben. Das Salz hinzufügen. Wer mag, kann auch noch eine Knoblauchzehe dazugeben.

Nun gut 100 ml Olivenöl in das Gefäss geben und mit einem Mixer gut zerkleinern. Ist das Pesto zu dick, kommt einfach noch etwas Olivenöl dazu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Nun kann es direkt weiterverwendet werden oder ihr füllt es in ein sauberes Glas um. Wollt ihr es erst später verwenden, gebt ihr oben auf das Pesto eine kleine Schicht Olivenöl.

Zur Haltbarkeit kann ich nicht viel sagen – ich mache es immer frisch bzw. wird es hier immer innerhalb von ein paar Tagen verbraucht.

Spaghetti