Kakaoplätzchen mit nussfreier Marzipanfüllung

Passend zum ersten Adventswochenende haben auch wir angefangen, die ersten Plätzchen zu backen.

Und was für welche! <3

Im vergangenen Jahr habe ich ja nussfreies „Marzipan“ gemacht und endlich hatten auch wir hier „Marzipankartoffeln“ & Co.

Vor Jahren habe ich bei der Mutter meines Mannes ganz tolle Plätzchen gegessen.

Kakaoplätzchen mit ein wenig Marzipan gefüllt. Oben auf war eine Glasur aus Puderzucker und als Deko eine halbe Walnuss.

Gut, auch damals habe ich diese Walnusshälften schon nicht mitgegessen aber lecker waren die Plätzchen trotzdem.

Jetzt habe ich mir also das Rezept der ursprünglichen „Lübecker Leckerli´s“ genommen und habe es in Sonderkost- Manie umgebaut.

Gefüllt natürlich nicht mit echtem sondern unserem nussfreien Marzipan und nur mit einer Glasur aus Puderzucker verziert.

Geschmacklich können sie mit den einstigen Originalen auf jeden Fall mithalten und so haben auch wir trotz Nussallergie mit „Marzipan“ gefüllte Plätzchen.

Ich wünsche euch einen schönen ersten Advent!

kakaoplaetzchen-mit-marzipanfuellung

 

Rezept für Kakaoplätzchen mit Marzipanfüllung, nussfrei, abgewandelt vom Originalrezept für „Lübecker Leckerli´s“

(Zutaten für ca. 50 – 60 Stück)
Teig:
250 g Margarine
100 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
175 g Speisestärke ( ich habe Klebreismehl verwendet )
150 g Reismehl
1 TL Xanthan
30 g Backkakao
1/2 TL Lebkuchengewürz
etwas Milch

Für die Füllung:
150 g nussfreies Marzipan

( wer darf und mag nimmt echtes 100g echtes Marzipan und verknetet es mit ca. 50g Puderzucker und einem Eigelb )

außerdem
200 g Puderzucker
6-7 EL Rum, alternativ Milch

Zubereitung:
Alle Teigzutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zu 2 Rollen (4 cm Durchmesser) formen. In Folie wickeln und ca. 30 Min. in den Kühlschrank legen
Backofen auf 160° (Umluft) vorheizen.
Backbleche mit Backpapier belegen.
Teigrollen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
Das nussfreie Marzipan durchkneten und zu kleinen Rollen formen ( ca. 1,5cm Durchmesser ), anschließend in ca. 1,5 cm Stücke schneiden und  auf die Teigscheiben legen. Den Teig darüber zusammenschlagen und zwischen den Händen zu Kugeln rollen. Die fertigen Teigkugeln mit etwas Abstand zueinander auf die Backbleche ( bei mir reichten 2 ) setzen und ca. 12 – 15 Min. backen.
Auskühlen lassen.

Für den Guss den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit Rum oder etwas Milch verrühren.
Die Plätzchen damit überziehen, ggf. noch mit Zuckerstreuseln verzieren.

Rezept für nussfreies Marzipan

75 g Grieß (ich hab Reisgrieß genommen)
75 g Puderzucker
60 g weiche Butter (laktosefrei)
1/2 TL Vanilleextrakt
1 kleine Prise Salz
Bittermandelaroma – nach Geschmack ( vorsichtig dosieren – ich hab 2-3 Tropfen verwendet )

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Marzipan ist nun gebrauchsfertig, kann aber bis zur Verwendung in Frischhaltefolie oder einer fest schließenden Plastikdose bis zum Gebrauch oder Verzehr am besten im Kühlschrank aufgehoben werden. Ein paar Minuten vor dem Verzehr/ Gebrauch aus dem Kühlschrank nehmen, dann ist die Masse leichter zu verarbeiten.

Tipp: sollte euer Grieß zu grob „gekörnt“ sein, versucht ihn einfach noch ein bisschen feiner zu mahlen. Das Mundgefühl ist bei einer zarteren, feineren Masse einfach angenehmer.

 

Lebkuchen

Bereits im letzten Jahr habe ich nach einiger Testerei ein für uns echt tolles Lebkuchenrezept kreiert.

Schon da war die Freude bei unserem Sohn groß – hat er doch früher die mit Schokolade überzogenen Lebkuchen, vor allem die Sterne, Herzen und Brezeln, geliebt.

Er sagt, unser Rezept kann mit denen aus dem Laden locker mithalten.

Natürlich haben wir auch dieses Jahr das Rezept wieder hervorgeholt und Lebkuchen gebacken.

Im vergangenen Jahr habe ich direkt ein ganzes Backblech mit dem Teig bestrichen und den Lebkuchen als große Platte gebacken.

Anschließend hatten wir Lebkuchenmännchen ausgestochen oder einfach Würfel geschnitten – mit Schokolade glasiert und ein bisschen verziert – lecker.

Dieses Jahr habe ich den Teig nach unserem Rezept hergestellt, mit einem Teelöffel eine kleine Menge Teig abgestochen und mit feuchten Händen kleine Kugeln gedreht.

Diese kamen auf ein mit Backpapier ausgelegtes und zusätzlich ganz leicht bemehltes Backblech und wurden dort noch ein kleines bisschen flach gedrückt.

Nun haben wir kleine Lebkuchen, die auch im Vergleich zum Vorjahr nicht so schnell austrocknen.

Mit Schokolade glasiert und in einer mit Butterbrotpapier ausgelegten Dose werden sie also ein bisschen länger saftig und frisch bleiben…

Vorausgesetzt, die hier lebenden Menschen führen nicht immer wieder „Qualitätskontrollen“ durch… *lach*

Lebkuchen 2015
 
Hier noch ein Foto aus dem letzten Jahr

Lebkuchen HP
 
Rezept für Lebkuchen

Teig:
125g Zuckerrübensirup
100g Karamellsirup
125 g Zucker
125 g brauner Zucker
100 g Margarine
50g Backkakao
2 Eier
1 EL Rum  – alternativ ein paar Tropfen Rumaroma
70 – 100 ml Milch, laktosefrei
Zitronenschale einer halben Zitrone
1,5 EL Zimt
1 gestr. TL Muskatblüte
1-2 Msp. Kardamom
1 – 1,5 gestr. EL Lebkuchengewürz
1 TL Natron
½  TL Hirschhornsalz
1 Spritzer Zitronensaft
500 g Reismehl
5 – 7 g Xanthan

Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf das Xanthan und das Mehl gut mit einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine verrühren. Anschließend das Mehl und das Xanthan abwiegen und gut vermengen und in 2 Teilen zu der restlichen Menge geben. Diesen Teig für ca. 3 Minuten gut verrühren.

Die Masse ( sehr klebrig! ) entweder komplett auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und backen ( diese Variante braucht im Backofen ca. 15 Minuten bei 150° – 160° Grad Umluft ) oder mit nassen Händen beliebig große Kugeln oder Taler formen und diese dann auf ein mit Backpapier belegtes und zusätzlich leicht bemehltes Blech setzen. Den Teig für ca. 10 – 12 Minuten bei ca. 150° – 160° Grad Umluft backen. Die fertigen Lebkuchen ca. 2 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann mit einem scharfen, flachen Messer vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Die Lebkuchen können nun noch beliebig mit einem Zuckerguss oder Schokolade überzogen werden.
Aber auch ohne Glasur sind sie echt lecker.

 

Spekulatius

Im letzten Jahr habe ich mich ja bereits an Lebkuchen versucht. Somit sind die in diesem Jahr kein Problem.
Aber in die Weihnachtszeit gehörten hier früher auch Spekulatius.

Die müssen doch auch machbar sein?

Bereits im Sommer war klar, dass ich sie gerne nachbauen wollte.
Also habe ich mich ein wenig umgesehen und fand heraus, dass es spezielle Formen für Spekulatius gibt.

Jetzt natürlich auch schon aus Silikon aber früher hat man dafür sogenannte Spekulatiusmodel verwendet. Das ist ein Holzbrett, in das verschiedenste Figuren eingeschnitzt sind.

Eine solche Form wollte ich eigentlich haben.. nur bekommt man diese meist nur gebraucht ( teuer ) und dann war mit Sicherheit schon mal Weizenmehl drin.

Hm.. ich hatte mich also schon damit abgefunden, eine Silikonform kaufen zu müssen, als mir gestern zufällig ein nie benutztes Holzmodel in die Hände fiel.
Nie benutzt hing die Form so jahrelang als Deko in einer Küche an der Wand und ich durfte sie haben!

Meine Freude war riesig.

Gestern Abend wurde sie also gründlich gereinigt und nach dem Trocknen mit etwas Speiseöl eingefettet. Über Nacht durfte das Öl gut einziehen und heute habe ich damit die allerersten selbstgemachten Spekulatius gebacken.

Großartig – ich freu  mich über diese tolle Form und mein Sohn sich über die ersten Spekulatius seit 2 Jahren!

Spekulatius
 
Rezept für glutenfreie Spekulatius

200g Margarine
2 Eier
120g Zucker
80g brauner Rohrzucker
2,5 TL Spekulatiusgewürz
¼ – ½ TL Zimt
¼ – ½ TL Kardamom
1 -2 TL Vanilleextrakt
400 g Reismehl
1 TL Xanthan
1 – 2 Prisen Salz
ggf. 2- 3 EL Milch ( laktosefrei )

Zubereitung:
Margarine, Eier und Zucker schaumig aufschlagen, dann die Gewürze und das Vanilleextrakt hinzugeben und unterrühren. Das Xanthan gut mit dem Mehl mischen, das Salz dazu geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Sollte der Teig an dieser Stelle noch immer etwas zu fest sein, einfach ein wenig Milch hinzugeben und zu einem nicht ganz zu weichen aber geschmeidigen Teig verkneten.

Dieser Teig muss nun für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank – dafür am besten in Frischhaltefolie einwickeln.

Nach der Kühlzeit kann endlich Spekulatius gebacken werden.

Hierfür den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit ein wenig Mehl durchkneten.

Den Backofen ( je nach Ofen ) auf ca. 160 ° Umluft vorheizen.

Hat man dann so ein tolles Spekulatiusholzmodel wie das, was ich hier verwendet habe, wird dieses gut mit Mehl eingestäubt ( geht am besten mit einem kleinen Sieb ). Das überflüssige Mehl ausklopfen und den Teig einfüllen, in die Formen drücken und den überschüssigen Teig mit einem Draht oder einer Teigkarte abstreifen. Anschließend noch ein bisschen in Form drücken und ganz leicht bemehlen. Dann können die einzelnen Spekulatius schon aus dem Model geklopft und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt werden.

Das Ganze bedarf etwas Übung aber dafür wird das Ergebnis wirklich toll.

Hat man keine Form zur Hand, kann man den Teig auch von Hand in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden. Dafür den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Natürlich kann man den Teig auch mit ganz normalen Plätzchenformen ausstechen.

Nun kommen die Spekulatius für ca. 9- 10 Minuten in den Backofen.

Anschließend auf dem Backblech etwas abkühlen lassen und auf ein Kuchenrost umsetzen.

Guten Appetit!
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